Das Projekt


Das Wichtigste kurzgefasst

Das NETZWERK DER HILFE rund um den Potzberg – kurz NETZWERK – hat sich aus einem dörflichen Helferkreis für Asylbegehrende in der Potzbergpfarrei innerhalb eines Jahres von Herbst 2015 ab zu einer sehr effizienten „Spendenbörse“ und „Vernetzungsplattform“ entwickelt.

Zuerst stand der Bedarf von Asylbewerbern im Vordergrund, sobald sie, aus der Kuseler Erstaufnahmeeinrichtung kommend, in den Dörfern im Einzugsbereich der Pfarrei ankommen waren. Mittlerweile ist das NETZWERK im Dienst der erweiterten Nachbarschafts- und Flüchtlingshilfe aktiv.

Das gezielte „Suchen und Finden“ bzw. „Anbieten und Vermitteln“ erstreckt sich mittlerweile in der Westpfalz von Weilerbach bis Altenkirchen und von Kaiserslautern bis Kusel und darüber hinaus.
Die eigenständigen Helferkreise aus über 25 Dörfern und Städten werden über das NETZWERK miteinander vernetzt. Unterstützt werden auch überkommunale Einrichtungen wie der Kuseler Kleiderladen und die AfA auf dem Kuseler Windhof über das Rote Kreuz. Auch werden gute Verbindungen nach Kaiserslautern zum Helferkreis Kalkofen und asternweg e.V. gepflegt.

Mittlerweile (September 2017) sind 2 Jahre ins Land gegangen, die Situation hier in Kusel und Umgebung ist entspannter als 2015. Die Anzahl der ankommenden Asylbewerber ist gesunken. Die Ehrenamtlichen hatten viele Erfahrungen im direkten Umgang mit den von Ihnen betreuten Asylbewerbern wie mit den Behörden gesammelt und so manchen Frust, aber auch viel Freude erfahren.

Wir vom NETZWERK“ durften viele Aktionen in den Dörfern und Städten unterstützen, viele Initiativen auch längerfrisitg begleiten oder sogar mitanstoßen.
Für diese Erfahrungen und daraus gewonnenen Erkenntnisse sind wir sehr dankbar. Diese geben wir gerne weiter – was Sie nicht auf diesen Seiten finden, können Sie uns gerne fragen.

Die Motivation oder wie alles begann

Nachbarschaftshilfe scheint selbstverständlich. Aber warum helfen so viele Ehrenamtliche fremden Menschen, mit denen die Verständigung schwierig ist, deren Kleidung, Verhalten und Gebräuche ungewohnt sind, die plötzlich einfach „da“ sind?

Die wenigsten Helfer werden sich über das Warum viel Gedanken gemacht haben. Sie helfen, weil Hilfe vor Ort notwendig ist, weil vorne und hinten alles fehlt, weil die Behörden Unterstützung in der ganzen Komplexizität nicht leisten können, weil Menschen einfach Menschen helfen.  Und weil Helfen Freude bereitet – den Geholfenen wie den Helfern.

Viel dringlicher war von Anfang an die Frage nach dem Wer, Wie und Woher, z.B.

  • Wer fährt Achmed morgen zum Fußballspielen ins übernächst Dorf?
  • Wer hat Fußballschuhe Größe 45?
  • Woher kommen die dringend benötigten Küchenutensilien?
  • Wer hat einen Zwillingskinderwagen übrig?
  • Wie kommt man ohne Auto von A nach B zu einem Arztbesuch?
  • Wie kommen die Lebensmittel von der Kuseler Tafel im Tal hinauf ins Bergdorf?

Auf Initiative von Pfarrerin Janina Kuhn und dem Presbyterium der Protestantischen Pfarrei am Potzberg fand sich eine kleine Gruppe engagierter Bürger zusammen. Wir wollten in unseren 7 Dörfern der Pfarrei für die ersten Flüchtlinge einstehen und an deren Integration positiv mitwirken.

Am 8. September 2015 wurde eine Infoveranstaltung angeboten im DGH Gimsbach, zu der 60 Teilnehmern kamen. Von diesen waren bereits einige als Helfer ehrenamtlich aktiv. Auch zwei Syrer, die bereits im Dorf wohnten, waren anwesend und nahmen aktiv an der Veranstaltung teil.


Danach dauerte es nicht lange und die ersten Sachspenden, später auch die eine oder andere Hilfeleistung, konnten über die Spendenbörse des NETZWERKs erfolgreich vermittelt werden – zuerst in unmittelbar benachbarte Dörfer, doch schon bald darüberhinaus.

Nach 1 Jahr – 2016

Nach einem Jahr, am 8. September 2016, feierte das NETZWERK sein „Einjähriges“ – ein schöner Anlass, alle Helfer, Freund und beteiligte Institutionen in das Dorfgemeinschaftshaus Gimsbach einzuladen – zu Kennenlernen, Austausch und nicht zuletzt um den Helfern einen großen Dank auszusprechen, was Martin Ziemer, Leiter der AfA Kusel, sehr gerne übernahm. Bilder hierzu sehen Sie auf unserer Medien-Seite.

Nach 2 Jahren – Zwischenbilanz

Jetzt, nach 2 Jahren, ziehen wir eine Zwischenbilanz:
… folgt… ist in Arbeit 🙂